8.6.06

Ach, Elfriede...

Letzte Worte vor dem Anpfiff — Elfriede Jelinek im Tagesspiegel Online:
"Zum Fußball kann ich wirklich nichts sagen, obwohl ich schon so viel dazu gesagt habe. Ich bewundere die Eleganz und die Schnelligkeit, mit der diese Leute herumrennen, und auch die Heimtücke, mit der sie einander in die Fresse hauen und in die Schienbeine treten. Aber ich habe, da ich die Regeln nicht kenne, leider große Schwierigkeiten, dem Spiel zu folgen, obwohl ich mich seiner Dramatik bei wichtigen Matches nicht entziehen kann. Ich brauche ja endlos, bis ich überhaupt kapiere, wer wer ist und wohin sie rennen, und nach der Pause ist dann alles umgedreht. Ich fürchte, meine Intelligenz reicht für dieses Spiel nicht aus."

Elfriede? Ist es wirklich so schwer, einfach mal die Schnauze zu halten, wenn man von einem Thema keine Ahnung hat? Oder passiert ein ähnlicher intellektueller und semantischer Unfall, wenn der Verband der Kleintierzüchter dich um ein Grußwort bittet?

1 Comments:

Anonymous subby said...

Ach, eigentlich ist es doch ganz gut, wenn jemand zugeben kann: 'Ich habe keine Ahnung!' - auch, wenn sich dazu gewunden werden muss...

Gruß Thorsten

12 Juni, 2006  

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